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Die Seniorentanzgruppe: Wie entstand sie?

31/07/2020

Im Jahr 2009 erhielt die Donauschwäbisch-Brasilianische Kulturstiftung eine besondere Einladung zur Teilnahme am Seniorentanzfestival von Guarapuava. Zu dieser Zeit gab es keine Tanzgruppe für diese Altersgruppe, weshalb man seine Kräfte bündelte, um eine Gruppe von Menschen vorzubereiten und somit die Einladung der Gemeinde von Guarapuava anzunehmen.

Clara Fassbinder startete eine Umfrage und lud die Teilnehmer der „Frohen Altenrunde“ ein, eine Tänzergruppe zu bilden, sowie die Lehrerin Isabela Brandtner, an diesem Projekt teilzunehmen.

Zu unserer Überraschung bekundeten über 30 Personen ihr Interesse für das Projekt und nahmen die Herausforderung an. Die Proben begannen im Juni 2009 mit der Vorbereitung von zwei Tänzen, die auf dem Festival präsentiert wurden. Das Projekt war ein großer Erfolg. Das Festival fand im September statt und die Gruppe bekam den ersten Platz in der Kategorie Volkstanz. Es sei daran erinnert, dass ein Aspekt, der die Aufmerksamkeit des Publikums und der Juroren erregte, war die Begleitung durch Live-Musik. Von Anfang an nahm der Lehrer Antônio Schneiders die Herausforderung an und beteiligte sich aktiv mit seiner Musikergruppe am Projekt, sowie Herr Michael Jungert mit seinem Akkordeon. Das Mitglied der Gruppe, Stefanie Toninger, betont: „Wir waren stolz darauf, am Festival in Guarapuava teilzunehmen. Obwohl wir unsicher waren, haben wir den 1. Platz gewonnen. Es war großartig“.

Nach dieser großen Leistung blieb die Frage: „Warum haben wir keine Seniorentanzgruppe?“

Das Interessanteste dabei ist, dass diese Frage im Gespräch mit unseren Pionieren, die am Projekt teilnahmen, aufgeworfen wurde. Die unerwartete Teilnahme an einer so großen Veranstaltung mit vielen Menschen aus anderen Städten und Bundesstaaten war eine hervorragende Motivation für die Tänzer. So wurde 2010 die Seniorentanzgruppe der Donauschwäbisch-Brasilianischen Kulturstiftung „geboren“.

Seitdem nahm die Gruppe an verschiedenen Veranstaltungen u. a. in Balneário Camboriú und Piratuba, in Santa Catarina, teil. Mit jedem Jahr hielt die Gruppe fester zusammen, wurde entschlossener und beteiligte sich aktiver. Um 2014 wurde beschlossen, nicht mehr an Wettbewerben teilzunehmen, denn das Hauptvorhaben der Gruppe darin bestand und noch besteht, die donauschwäbische Kultur zu pflegen und zu erhalten sowie unsere Pioniere zu ehren. Die Reisen und Besuche von unterschiedlichen Orten wie Imigrante/RS, Pato Bragado/PR, Rolândia/PR, Castrolanda/PR u. a. wurden fortgesetzt. Überall, wo die Gruppe hingeht, geht der Samen der Kulturpflege auf und mit Sicherheit entstehen viele Freundschaften.

In diesem Jahr 2020 feiert die Gruppe ihr 10-jähriges Bestehen mit 28 Mitgliedern, alle sehr engagiert und über ihre Teilnahme an der Gruppe glücklich. Theresia Brandtner, Olga Michels und Anna Gärtner u. a. betonen: „Wir sind glücklich und stolz darauf, Teil der Tanzgruppe zu sein“. Die Lehrerin Isabela Brandtner unterstreicht: „Ich freue mich, die Gelegenheit zu haben, mit dieser Gruppe zusammenzuarbeiten, die Teilnehmer aktiv zu halten und in ihrer Nähe zu sein. Jeder Unterricht spendet Energie, Zärtlichkeit, Erfahrungsaustausch, Liebe“.

Zurzeit finden keine Proben statt, jedes Mitglied der Gruppe ist bei sich zu Hause, wartet aber gespannt auf die Wiederaufnahme der Proben. Noch ist viel zu entwickeln und zu erreichen. Das Ziel der Gruppe besteht weiterhin darin, unsere Kultur und unsere Wurzeln zu erhalten, den Pionieren und anderen älteren Menschen Chancen zu geben, unsere Vision zu verwirklichen: „Eine Institution zu sein, die für ihre hervorragende Wertschätzung und Erhaltung des in die brasilianische Kultur integrierten schwäbischen Gedächtnisses sowie für die Produktion, Verbreitung und Demokratisierung von Kultur und Bildung Anerkennung findet“.


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