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30/04/2021

Der Maibaum

Das Maibaumaufstellen und das Maibaumaustanzen war bei den Donauschwaben immer eine fröhliche Sache. Anton Abt, ein Entre Rios-Pionier, der in Illatscha in Syrmien geboren ist, erzählte der Zeitung Entre Rios im Jahre 1993 über seine schöne Erinnerungen:

„Als große Buben fuhren wir am letzten Apriltag mit mehreren Rosswägen in den Wald, um mit dem Herrn Förster den Preis des Baumes auszuhandeln und die schönsten Fichten auszusuchen, denn unter den Dörfern gab es immer einen Wettstreit um den höchsten und schönsten. Die Bäume mussten kerzengerade und 20 bis 25 Meter lang sein. Die Mädchen flochten die Kränze, die sie mit Blumen und Girlanden schmückten. Schaulustige Dorfbewohner standen herum und beobachteten die Arbeit der Jugend. Taschentücher, lange farbige Seidenbänder und eine Flasche Rotwein wurden am Buchsbaumkranz aufgehängt. Ein entsprechendes Loch von einem Meter Tiefe musste für jeden Baum ausgegraben werden. Dann wurden die Bäume aufgestellt, vor dem Haus des Bürgermeisters, des Feuerwehrkommandanten, des Obmanns des Kulturbundes und bei den Gasthäusern. Burschen mit Heiratsabsichten setzten vor dem Haus der Geliebten auch einen Baum und das musste bis in die frühen Morgenstunden erledigt sein. Am letzten Sonntag im Mai wurden die Maibäume mit der Blechmusik ausgetanzt. Im Polkatakt wurde im Kreis um den Baum getanzt. Es wurde gejuchzt aus voller Brust. Jeder einzelne Baum wurde von den Buben einfach abwechselnd umgehackt. Es war jedenfalls das wahrscheinlich schönste und interessanteste Fest im Jahreslauf. Mit gutem und bestem Schiller- und Rotwein ging es lustig und feuchtfröhlich zu.“

De Maiboom han mer ufgepflanzt

un han aa schun drumrum getanzt.

De Hergott hot scheen Wetter gschickt

un Feld und Flur mit Blumme gschmickt.

(Johann Petri, donauschwäbischer Dichter aus Neuschowe aus der Batschka)


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